Klima-Talks

"Klima-Talks" in Bonner Schulen

Das Bundesumweltministerium möchte Kinder und Jugendliche in die Diskussionen der Weltklimakonferenz COP 23 einbeziehen und führte daher Klima-Talks an Bonner Schulen durch. Denn gerade die Kinder und Jugendlichen von heute sind es, die den Einfluss der Klimaveränderungen am meisten spüren werden.

Vom 6. bis 10. November 2017 besuchten Klimaverhandlerinnen und -verhandler sowie Klimaschutz-Expertinnen und Experten zwölf Schulklassen im Bonner Raum und diskutierten mit ihnen über die Themen Klimapolitik, Klimawandel und Klimaschutz. An jeder Veranstaltung nahm auch eine junge Klimaschützerin oder ein junger Klimaschützer teil.

Bei den Klima-Talks berichteten die Expertinnen und Experten über ihre Arbeit und die COP23. Im Vordergrund standen aber die Fragen der Schülerinnen und Schüler und ihre Sichtweise auf den Klimawandel. So sollte ein Perspektivwechsel angeregt und die beidseitige Verständigung gefördert werden. 

Einblick in die Klima-Talks

Veranstaltung mit Hilda Heine und Barbara Hendricks auf der COP 23

("Between hope, frustration and adaption. Climate Change and next Generations")

Vor allem aber sollte die Stimme der jungen Generation bis auf die Klimakonferenz getragen werden. Daher diskutierten Mary Awad vom Libanesischen Umweltministerium, Jugenddelegierte und Influencerin Jana Stingl, die Bonner Schüler Niusha Khalafi und Finn Rübo, die auch an den Klima-Talks in Bonner Schulen teilgenommen hatten, am 13. November 2017 im deutschen Pavillon auf der COP 23 mit Präsidentin Hilda Heine (Marshallinseln) und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Die Ministerin stellte sich dabei auch den Fragen, die Bonner Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Schulveranstaltungen aufgeworfen hatten.

Im Anschluss äußerte sich Ministerin Hendricks zu ihren Eindrücken von dieser Diskussion: "Beim Klimaschutz hat die Jugend mehr als ein Wörtchen mitzureden – schließlich betrifft der Klimawandel künftige Generationen ganz besonders. Deshalb freut es mich, dass junge Menschen in der vergangenen Woche in die Diskussionen der Weltklimakonferenz einbezogen wurden und direkt mit Klimaverhandlern ins Gespräch kommen konnten. Am Rande der Konferenz habe auch ich heute mit Jugendlichen über ihre Sicht auf Klimaschutz diskutiert – deutlich wurde dabei, dass die jungen Menschen den Finger direkt in die Wunde legen und Erwartungen an eine ambitionierte Klimaschutzpolitik ganz offen ansprechen.

Gleichzeitig stimmen mich das Engagement und die Ideen der Jugendlichen zuversichtlich, dass wir die Herausforderung eines wirkungsvollen Klimaschutzes gemeinsam meistern. Besonders bedanken möchte ich mich bei Hilda Heine, Präsidentin der Marshall Islands. Sie hat an der Diskussion teilgenommen und sehr eindringlich geschildert, wie in ihrem Land die Folgen des Klimawandels heute schon die Lebensgrundlage vieler Menschen bedroht."