Prozess

Am Freitag, den 29. September 2017, diskutierten rund 200 junge Menschen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren zeitgleich in Bochum, Nürnberg und Eberswalde ihre Einschätzungen zum Klimawandel und Lösungsansätze zum Klimaschutz in vier thematischen Runden: Wie werden sich Klimawandel und Klimaschutzmaßnahmen auf unser zukünftiges Leben auswirken? Was sollte in Deutschland getan werden, um die internationalen Klimaziele zu erreichen und was sind wir selbst bereit dafür zu tun? Und wie können insbesondere junge Menschen stärker in die Klimapolitik einbezogen werden?

Auf den Veranstaltungen wurden diese Fragen in kleinen Gruppen von circa acht Personen diskutiert, so dass jede und jeder zu Wort kommen konnte. Gemeinsam wurden Lösungsansätze erarbeitet und gesammelt. Nach den Diskussionen gaben alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre persönliche Meinung und Einschätzung zum Thema anonym über ein Online-Tool ab.

Während der Dialog-Veranstaltungen wurden je Veranstaltungsort acht "Jugendbotschafterinnen" beziehungsweise "Jugendbotschafter" ausgelost. Diese haben sich am 14. Oktober zu einem Workshop in Berlin getroffen, um die zusammengefassten Ergebnisse der drei Dialogveranstaltungen auszuwerten und die wichtigsten Ergebnisse und Empfehlungen herauszuarbeiten. Diese Ergebnisse wurden in einem Jugendreport zusammengestellt.

Der Jugendreport wurde dann von den Jugendbotschafterinnen und Jugendbotschaftern am Samstag, den 4. November im Sonderzug "Train to Bonn" an die Bundesumweltministerin überreicht. Der "Train to Bonn" fuhr von Berlin aus nach Bonn zum Weltklimagipfel. Im Zug waren deutsche Delegierte und viele andere Personen, die auch an der Konferenz teilnehmen. Weitere Jugendbotschafterinnen und Jugendbotschafter stellten die Ergebnisse des Jugenddialogs am 9. November 2017, dem Young and Future Generations Day, auf dem Weltklimagipfel COP 23 in Bonn vor. Sie präsentierten auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von BMUB und dem Sekretariat der UN-Klimarahmenkonvention UNFCCC den von ihnen erstellten Jugendreport. Darüber hinaus diskutierten sie im Deutschen Pavillon mit Delegationsmitgliedern und weiteren Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmern. Die Ergebnisse und Forderungen wurden zudem auf dem "Intergenerational Inquiry", einer regelmäßigen Veranstaltung des Young and Future Generations Day auf der Klimakonferenz zur Präsentation verschiedener weltweiter Jugendinitiativen, vorgebracht.

Das Projekt wird vom nexus Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit durchgeführt. Weitere Partner sind zebralog, adelphi und Missions Publiques.

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Bundesumweltministerin Barbara Hendricks begrüßt die Jugendlichen:

Staatssekretär Jochen Flasbarth lädt zum Jugenddialog ein: